Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Fragen, Probleme oder Tipps zur Handhabung deiner Strickmaschine
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MattesRuhrpott
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Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von MattesRuhrpott » Fr Mär 04, 2016 13:18

Sehr geehrter Damen und Herren,

ersteinmal zusammen Vielen Dank wir haben schon viele wertvolle Tipps hier lesen können!

Nun haben wir mal ein paar Fragen und hoffen es hat ggf. jemand noch eine Idee.

Wir haben eine E6000 erstanden diese haben wir bereits komplett entharzt und neu geölt (Nadeln, Stößer und das Bett). Der Test der Elektronik Einheit inklusive des elektronischen Schlosses lt. Service Anleitung von Pfaff habe ich durchgeführt und die Elektronik Einheit sowie das Schloss arbeiten komplett korrekt.

Nun zum Problem egal was wir machen und welche Wolle wir benutzen es kommt eigentlich nur Müll dabei raus. Bei den Mustern z.B. einer Katze mit Stricktechnik 180 bleibt er manchmal etwas hängen beim nach Links schieben auf dem Bett geht aber durchaus weiter und das Muster ist auch zu erkennen bis auf die Fehler.

Das Garn wurde jeweils mit verschiedenen Garnwicklern durch Paraffin gezogen aufgewickelt und läuft auch auf einer alten Brother KH588 ohne Probleme.

Wir sind langsam etwas ratlos da auch bei den Grundstrickarten egal ob Ein - oder Doppelbettig nichts brauchbare herauskommt aber auch wirklich garnichts egal welche Fadenspannung etc. auch wenn es Anfangs beim Anschlag erst gut aussieht kommt fast nur Müll dabei rum.

Was wir bisher nicht offen hatten waren die Nadelbetten um an die Bremsfedern zu kommen was macht die ggf. für Symptome kann es daran liegen oder haben Sie ggf. noch eine weitere Idee?

Wir würden die Maschine ungern wieder abgeben wollen aber wir sind langsam etwas verzweifelt.

Danke im Voraus.

Gruß
Matthias

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von maschinenstricker.de » Fr Mär 04, 2016 14:30

Das klingt sehr stark nach einer nicht korrekt und vollständig ausgeführten Grundreinigung - diese bedingt ein komplettes Zerlegen der Maschine incl der Nadelkanäle, deren Säuberung und das neue Ölen derselben sowie der Austausch defekter Nadelkanäle. Weiterhin sollte man sich die Schlitten anschauen, Bettenabstand und Versatz kontrollieren, krumme bzw. defekte Nadeln austauschen und die korrekte Funktion der Abstreifer überprüfen. Falls du dabei Hilfe brauchst kannst du mir gerne eine PN schicken.

Gruß

Harald Konrad
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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von MattesRuhrpott » Fr Mär 04, 2016 16:54

Hallo Harald,

alles klar dann werde ich meinen Abend heute mal damit verbringen die Maschine wirklich komplett zu zerlegen und zu reinigen und anschließend den Bettenabstand + Versatz kontrollieren.

Falls ich nicht weiterkomme würde ich noch auf das Angebot zurückkommen dich zu kontaktieren. Meine Frau wird sich freuen:)

Danke im Voraus.

Gruß
Matthias Rappolt

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von mfischer » Fr Mär 04, 2016 17:16

Hallo Matthias,
meine Maschine (eine Duo 80) war vom Fachmann gereinigt und überholt, also technisch wirklich in Ordnung, als ich anfing mit ihr zu stricken. Bei mir haben die Probestücke am Anfang nicht geklappt und ich habe nichts mit der Maschine richtig stricken können. Bis - ja, bis ich mit Anschlagskämmen und Gewichten gearbeitet habe. Danach klappte alles. Vorher war einfach zu wenig Abzug beim Abstricken der Maschen da.
Keine Ahnung, ob es bei dir auch daran liegt. Wollte nur diesen Gedanken mit einbringen.
Find ich gut, dass du dranbleibst!
Gruß
Margrit

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von Catweazle » Fr Mär 04, 2016 17:41

Hallo Matthias,

auch mit der E6000 kann man ohne Strom stricken. Habt Ihr das schon ausprobiert? Nur um vielleicht Fehler in der Elektronik bzw. deren Bedienung auszuschließen....

Viel Erfolg,
LG
Andrea
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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von MattesRuhrpott » Sa Mär 05, 2016 14:30

Hallo,

danke für die weiteren Infos die Elektronik habe ich getestet und die läuft auch soweit die Grundreinigung haben wir nun gestern auch komplett durchgeführt sieht nun aus wie neu das Gerät...

Mit den Abschlagkämmen und Gewicht haben wir es noch nicht probiert das wäre ggf. noch eine Idee.

Rechts Rechts klappte nun auch ohne Probleme bei Glatt klappt die Erste Reihe nach links und sobald man einmal nach Rechts fährt ziehen sich mit den schwarzen Abstreifern irgendwelche Schlaufen in der Mitte egal welche Fadenspannung und Maschengröße immer an anderer Stelle....

Hmmm.

VG
Matthias

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von maschinenstricker.de » Sa Mär 05, 2016 15:13

Wer mit seiner Duomatic, Duomatic 80 oder E-6000 nur mit Anschlagskämmen arbeiten kann der hat ein mechanisches Problem mit seiner Maschine. Denn bis auf wenige Ausnahmen (z.b. mehrfache Fangmuster, Ferse bei der Socke) stricken alle diese Maschinen perfekt ohne Gewichte. Und bisher habe ich jede Maschine die angeblich nur mit Gewichten strickt wieder gangbar gemacht.

Was da genau die Fehlerursache ist muss man ergründen. ich kann das sehen wenn ich eine Maschine in Augenschein nehmen kann. Fehlerhafte Abstände der Nadelbetten (bereits ab Werk!), verbogene Betten (Transportschäden), fehlerhafte Abstreifer, nicht korrekt funktionierende Abstreifereinheiten in den Schlitten, verdreckte und verharzte Betten, verdreckte oder fehlerhafte Bremsfedern, verbogene Kanäle - die Liste der möglichen Fehler ist lang...

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von Strickendes Landei » Sa Mär 05, 2016 15:14

Hallo Matthias,
kontrolliert die schwarzen Abstreifer mal ganz genau, sie bekommen schnell kleine Macken, vor allem an den Kunststoffbügeln.
Die Abstreifer müssen völlig glatt sein, damit keine Wolle hängenbleibt.

Am besten mit den Händen oder mit Watte drübergehen, dann findet man die schadhaften Stellen.
Kleine Macken kann man mit einer Nagelfeile (feine Seite!) glätten, bei großen hilft nur der Austausch.

Liebe Grüße
Sandra

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von MattesRuhrpott » Sa Mär 05, 2016 15:29

Hallo,

bei den schwarzen hat der eine Bügel eine Macke und bei den Rädern fehlen ein paar Zähne.

Rechts / Rechts mit den orangenen Abstreifern klappte ja nun völlig ohne Probleme. Mit den Kämmen lassen wir dann mal;-)

Ich besorge mal nen paar neue schwarze ggf. und teste mal weiter:)

Gruß
Matthias

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von christa m » Sa Mär 05, 2016 22:06

Hallo Matthias,

Einbettanschlag auf der Duomatic80 oder E 6000 finde ich für Anfänger nicht so gut geeignet, der hat so seine Tücken.
Da muß alles sehr gut passen, Garn, Fadenspannung, Maschengröße .... Bei mir klappt das bei der ersten Reihe mit Maschengröße 1, die zweite Reihe, je nach Garnstärke, etwa eine Nummer kleiner als glatt rechts. Und da schaue ich immer noch nach, ob auch alle Maschen richtig abgestrickt sind.
Versuch erst mal mit 1:1 Anschlag und dann auf glatt rechts umzuhängen. Das sollte auch ohne Anschlagkamm auf jeder Pfaff oder Passap gut machbar sein.
Für Probestücke oder wenn Einbettanschlag mit gewählten Garn nicht will, mache ich oft nur Versatzanschlag Doppelbettig mit Restgarn, werfe hinteres Nadelbett einfach runter, dann erst die verschiedenen Maschenproben, dazwischen wieder Restgarn ...

Kleine Macken an den schwarzen Abstreifern, Bügel und Räder, feile ich, wie Sandra, vorsichtig mit einer feinen Nagelfeile und ganz feinen Schleifpapier, so daß auch haarige Wolle nicht mehr hängen bleibt. Wenn da ein paar Zacken am Rädchen fehlen, sollte es noch kein Problem sein.

Wichtig beim Anschlag für das jeweilige Garn ist die passende Maschengröße, Fadenspannung und wie locker Faden von Kone oder gewickelten Knäuel läuft.

Wünsche gutes Gelingen, Christa
Passap/Pfaff Duomatic 80, E 6000

Unser Leben ist das,
wozu unser Denken es macht.
Marc Aurel

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von mfischer » So Mär 06, 2016 05:36

Guten Morgen,
das ist es ja, Harald, da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Ohne für Abzug zu sorgen, bräuchte ich den ganz tollen, möglicherweise in ganz Deutschland einzigen, wirklichen Passap-Fachmann, der Hunderte von Kilometern von mir weg wohnt.
Ich habe aber sofort kein "mechanisches Problem" mehr mit meiner Maschine, wenn ich Anschlagskamm und Gewicht verwende. Mir fehlt auch jeder Ehrgeiz, zu denen zu gehören, die ohne Gewichte stricken (dann aber für fast alle Muster außer Rippen - lass aber bitte das Industriebündchen weg - DOCH den Anschlagskamm und Gewichte brauchen...).
Man kann natürlich austesten, ob der Einbettanschlag irgendwann einmal klappt, wenn Garnstärke und MG endlich, endlich stimmen. Man gehört vielleicht zu den einsamen Menschen, die stolz berichten können, bei mir klappt er. Schön, ich freu mich ehrlich mit denen. Aber bei mir klappt der Einbettanschlag immer und sofort, mit jedem Garn und mit jeder Nadeleinteilung, weil ich gleich zu Beginn den Anschlagskamm mit dem Draht drin, Zähne gegen Zähne halte und einmal drüber fahre und dann die Gewichte einhänge. Anschlag ist fertig und ich kann sicher und sofort weiterstricken. Natürlich leider ohne den Passapstolz, dass ich ohne Gewichte stricke, aber wen kümmert es??? Die Passapgötter haben noch keine Blitze auf mich niedergeschleudert, obwohl ich immer mit Gewichten stricke. Und ich finde es super, dass ich nun alles so schön leicht und sicher stricken kann. Gewichte und Anschlagskämme zu verwenden, bedeutet für mich keine Mühe, ist alles schon schnelle Routine geworden.
Lieber Neuling aus dem Ruhrpott, nochmals mein Tipp, verwende doch auch einmal Anschlagskämme und Gewichte. Das machen übrigens sehr viele der Passapstricker und Passapstrickerinnen. Du wärst in guter Gesellschaft.
Wenn du das partout nicht tun willst, wünsche ich dir freilich und ehrlich von ganzem Herzen auch viel Glück ohne!!!
Margrit

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von sonne2 » So Mär 06, 2016 15:33

Warum so aufgeregt Margrit ?
Ich hab meine Duo 1981 gekauft und bin in den Genuss einer persönlichen Einführung gekommen. Bis heute hab ich keinen Anschlagskamm (Gewichte sind ab Werk ja schon dabei) und wusste nicht mal, dass es den gibt. Man kann durchaus ohne stricken und wie Christa sagt, muss man ja zum Austesten der Maschine nicht mit dem schwierigsten Anschlag beginnen. Wenn der von Christa vorgeschlagene Anschlag nicht klappt, stimmt an der Maschine wahrscheinlich etwas nicht und da hilft auch kein Anschlagskamm.
Die Abstreifer müssen auf jeden Fall in Ordnung sein und Zähne dürfen keine fehlen.
Gruß
Sonja

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von mfischer » So Mär 06, 2016 18:55

Liebe Sonja,
deine Eingangsfrage kann ich nicht beantworten, weil ich weder "aufgeregt" war noch bin. Wohl aber engagiert dafür, dass jemand über den meiner Erfahrung nach sehr sinnvollen Gebrauch von Anschlagskämmen, auch bei der Passap, informiert wird.
Engagement für Hilfe zum Maschinenstricken muss ich dir nicht erklären - oder?
Also du hast und kennst "bis heute" Anschlagskämme nicht? Habe ich das richtig verstanden?
Wenn du ohne gut zurecht kommst, würde ich dir auch gar keine empfehlen wollen.
Kleine Story am Rande - ich wollte einmal eine E6000 kaufen und war in telefonischem Kontakt mit der Besitzerin. Diese sagte mir auf meine Nachfragen, die Maschine funktioniere gut, auch die Elektronik, alles bestens. Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellte sich heraus, dass die Frau auf ihrer Maschine jahrelang nur Socken gestrickt hatte. Nie Pullover, nie Muster ausprobiert, ja, auch die Elektronik nie verwendet hat. Da kenne sie sich nicht aus.
Na ja, einen Anschlagskamm hat diese Frau natürlich auch nie gebraucht, und trotzdem war sie ganz happy mit und überzeugt von ihrer E6000.
Also, ich will hiermit nicht vermuten, dass du bislang auch nur Socken gestrickt hast, bzw, wenn ja, warum auch nicht.
Aber vielleicht darf ich neugierig sein und dich fragen, was du so alles gestrickt hast und strickst? Mich interessiert auch, ob du mit der Deco strickst. Doppelbettjacquard und Norweger, alles ganz ohne Anschlagskämme?
LG
Margrit

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von Strickendes Landei » So Mär 06, 2016 20:34

Hallo Margrit,
ich stricke fast ausschließlich ohne Gewichte. Aber eher aus Bequemlichkeit.
Unbedingt erforderlich sind sie bei komplizierteren Mustern und beim Arbeiten mit dem U100.
Mit dem Deco kann ich ohne Gewichte arbeiten, egal ob Norweger oder Jacquard.

Ich stricke eher locker, 4er Sockenwolle einbettig z.B. mit Maschenweite 6.
Wenn ich das Gestrick fester haben möchte, brauche ich Gewichte, damit die strafferen Maschen nicht "hochkrabbeln".
Könnte das der strittige Unterschied sein?
Ob jemand festeres oder lockeres Gestrick bevorzugt?

Liebe Grüße,
Sandra

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von mfischer » Mo Mär 07, 2016 06:46

Hallo Sandra,
danke für deine Info! Aber locker oder fester, da sehe ich bei mir keinen Unterschied. Rippenmuster und zum Teil auch Patent gehen ohne Gewicht. Bei Socken brauche ich Fersenkrallen. Ich probiere gerne Muster aus und habe auch schon gemusterte Kinderpullis gestrickt. Da bei Mustern so vieles ohne Gewicht nicht geklappt hat, beginne ich inzwischen eigentlich so gut wie jede Strickarbeit mit Anschlagskamm und Gewichten, um mir den Frust, neu beginnen zu müssen, zu ersparen. Glatt rechts ging kein einziges Mal ohne guten Abzug und auch 2:2 als Industriebündchen nicht.
Unterschiede zwischen den Duos mögen ja vorhanden sein, aber ich finde halt, dass man sich danach richten kann und es bei Misserfolgen auf jeden Fall mit Anschlagskämmen und Gewichten probieren sollte. Viele Anfänger kommen selbst nicht auf diese Idee und brauchen daher noch Hinweise.
Was mich doch ein bisschen wundert, ist, dass es für manche immer noch sehr wichtig zu sein scheint, dass man auf der Passap weitgehend ohne Gewichte strickt. Dabei ist längst bekannt, dass das vor allem ein Werbeversprechen war und nicht der Praxis entsprochen hat. Man höre sich doch einfach auf den entsprechenden Foren und Blogs um: Die Verwendung von Anschlagskämmen und Gewichten ist gang und gäbe. Mit der Duo 80 hat man unendlich viele Möglichkeiten der Bemusterung und wieso sollte man sich nur auf solche Muster beschränken, die ohne Abzug gehen? Abschließend möchte ich noch sagen, dass es, wie du sagst, auch auf Bequemlichkeit und ich meine auch, Sicherheitsgefühl ankommt. Ich z. B. fühle mich gerne sicher, weil ich sehe, dass die Maschen nicht hochkrabbeln. Andere sparen sich Arbeit zu Beginn und es macht ihnen nichts aus, dass es ständig auf der Kippe steht, ob Maschen runter fallen. Oft klappt es ja auch mit wackeligen Maschen.
LG Margrit

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von Inge » Mo Mär 07, 2016 08:52

Ich habe meine Duo 1979 neu gekauft. Da war kein Anschlagkamm dabei.
Liebe Grüße Inge

Ich habe schon mit meiner Passap Duo 80 Silberhochzeit gefeiert

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von mfischer » Mo Mär 07, 2016 14:25

Hallo Inge,
ja, das ist bekannt, dass Passap erst viel später Anschlagskämme dazu lieferte.
Ich möchte aber hier gerne auch mal Matthias wieder das Wort geben und den Thread nicht zu sehr in die Geschichte der Anschlagskämme "mäandern" lassen. Anschlagskämme und Gewichte zu verwenden, kann leicht helfen, auch bei nicht ganz so perfekt eingestellten Maschinen, zum Strickerfolg zu kommen. Aber, und das habe ich noch vergessen zu sagen, man darf dann die ersten 8 bis 10 Reihen die Abstreifer nicht einsetzen, sonst können sie beschädigt werden. Übrigens, wenn man es vergisst, sie später einzusetzen, macht das beim Strickerfolg oft gar nichts aus.
Also, Matthias, wie geht es inzwischen deinen Nerven?
LG
Margrit

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von sonne2 » Mo Mär 07, 2016 14:51

Ja Margrit,

ich stricke ohne Anschlagskämme mit dem Deco, Doppelbettjacquard und Norweger (auch Socken). Da ich in letztet Zeit weniger stricke, werd ich mir auch keine mehr zulegen.
Ich hab auch nichts gegen diese Kämme und wer will soll sich welche zulegen.
Ich bin aber auch der Meinung, dass die Maschine erst mal ohne welche funktionieren muss. Dafür sollte man die Beispiele aus dem Anleitungsbuch der Reihe nach durcharbeiten.
Für mich ist dieses Thema jetzt erledigt.
Herzliche Grüße
Sonja

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Re: Neu erworbene E6000 und die strapazierten Nerven:-(

Beitrag von pb268 » Mi Mär 09, 2016 08:42

Inge hat geschrieben:Ich habe meine Duo 1979 neu gekauft. Da war kein Anschlagkamm dabei.
die e6000 kam erst 1988 raus, habe mir die damals auch 1989 gekauft :-) und es war auch kein Anschlagkamm dabei.

Den habe ich mir damals nachgekauft, da es bei manchen Muster doch besser war mir, wie Biesenmuster, ohne war es schwierig.
Oder auch beim Anschlagen für doppelten Saum war auch sehr nützlich.
LG Pavla

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