Spinnrad um Garn mehrfädig zu bekommen?

Man will ja auch mal über was anderes als Stricken reden ;-)
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Tomoe

Spinnrad um Garn mehrfädig zu bekommen?

Beitrag von Tomoe » Mi Apr 13, 2011 10:55

Hallo ihr Lieben,

folgendes "Problem": für die Strickmaschine kaufe ich ja sehr dünne Wolle (z.t 1200m/50g), das ich dann je nach Bedarf auch einfach mehrfach wickle. Nun mag ich einige von den Garnen auch gern mal für ein Handstrickprojekt nehmen (z.B. dünnes Top an der Strickmaschine + dickere handgestrickte Jacke aus dem gleichen Garn würde ich total toll finden.)
Aber bis ich das dünne Zeug mit meinem kleinen Handwickler so oft gefacht habe, bis ich es mit der Hand verstricken kann werde ich ja alt. :?
Außerdem passiert es mir dabei manchmal, dass sich eine kleine Schlaufe bildet und dann ein Fädchen länger ist als die anderen.
Welche bequemeren Möglichkeiten gäbe es denn? Prinzipiell bestimmt auch ein Wolltwister, aber ich habe bis jetzt gelesen, dass die Wolle durch das twisten weniger weich wird.
Dann habe ich überlegt, ob man sowas mit einem Spinnrad machen könnte. (Ich habe absolut keine Ahnung vom Spinnen.) Das wäre dann ja verzwirnen, oder? Wird die Wolle dadurch auch härter?

Was mich auch fasziniert, ist die Möglichkeit mehrere Farben so zusammenzustellen wie es mir gefällt. (Da sieht man ja auch oft schöne Kompositionen bei Ebay) Nur wenn man die Wolle dabei nur facht ist mein Sorge, ob dadurch nicht eine sehr ungleichmäßige Verteilung der Farben im Gestrick entstehen kann. Das würde durch das Twisten sicher besser, oder? Und wenn die Fäden verzwirnt wären, würden sich die Maschen noch mehr gleichen, oder?

Ich würde mich sehr über Eure Anregungen und Tipps freuen.

Viele Grüße
Tomoe

Fusselfee
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Beitrag von Fusselfee » Mi Apr 13, 2011 12:29

Das klappt auch nicht über ein Spinnrad so super, weil du Drall mit in die Wolle reinbringst und dann würde dein Getrick schief laufen.Einige setzen die Konnen übereinander beim Stricken, lassen den Faden durch die obere Konne laufen, dann verdreht es sich beim Stricken automatisch. Bei Ebay sieht man auch öfter ein Konnnenständer, da siehst du was ich meine.Geht aber auch mit einen kleinen Rollwagen aus Drahtgeflecht.
LG Hanne

Rhona

Beitrag von Rhona » Mi Apr 13, 2011 12:57

Hi!

Ohne zu wissen um welche Garne es sich konkret handelt, möchte ich hier auf ein tolles Video aufmerksam machen:

http://www.youtube.com/watch?v=X1-ZAuw0tik

Ich habe mit dieser Methode bereits Lacewolle mehrfach verstrickt und finde sie prima!

LG

Tomoe

Beitrag von Tomoe » Mi Apr 13, 2011 13:15

Das sieht ja sehr interessant aus. Wäre ja auch schon klasse, um Garn dreifach zu verstricken, ohne irgendwas wickeln zu müssen.

Ich frage mich nur ob die Stellen mit den Schlaufen nicht auch eine gewisse Unruhe ins Strickbild bringen...
Muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren! Danke! :D

felidaehh

Beitrag von felidaehh » Do Apr 14, 2011 00:21

Ich hab schon 3 fädiges Garn mit meinem normalen Wollwickler auf 15fädig hochgewickelt.
Die Schlaufen, die sich gebildet hatten( das bleibt nicht aus) konnte ich vernachlässigen, die fielen beim stricken nicht weiter auf auf und nach dem ersten Waschen waren die weg.... Keine Ahnung, wo die geblieben sind.... *grins*

Hermine1958
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Beitrag von Hermine1958 » Do Apr 14, 2011 12:39

Hallo Tomoe !

Wenn Du die einzelnen Fäden nur ganz leicht eindrehst, d. h. beim "Spinnen" den Faden fast nicht festhalten, klappt das wunderbar. Konnte noch kein Verziehen des Gestricks feststellen.

Allerdings spinne ich auch schon seit mindestens 25 Jahren...

Einen Versuch ist es sicher wert. Für die meisten Menschen ist ja das gleichmässige Auseinanderziehen der Wolle beim Spinnen das Problem. Das fällt ja hier dann schon mal weg !

Liebe Grüße


Petra
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Beitrag von ingeborg hansen » Do Apr 14, 2011 16:57

Hallo
Ich habe mir vor ein paar Jahren ein Spinnrad zum Twisten von dünnen Konenfäden gekauft. Ein ganz leichtes verdrallen geht ganz prima.

Das so verdrallte Garn sieht verstrickt ganz anders aus. Es bilden sich keine streifige Muster, sonder ein gleichmässiges Gestrick.

Ich habe kiloweise Konengarne gewickelt. Dabei habe ich es über mehrere Garnspanner laufen lassen, bevor es an die "Wickelspule" gelangt. Ich habe auch schlaufenlos gewickelt, wenn ich das Garn von den Konen über einen Haken/Öse an der Zimmerdecke laufen liess. So laüft das Garn locker von der Kone, die Fäden beruhigen sich bevor sie an die Deckenöse kommen, und von da wieder runter auf die Spule. Ausserdem abe ich immer einen Daumen/Zeigefinger auf das Garn - kurz vor der Spuleund fühle sofort eine Schlaufe oder einen Knoten. Darum weisss ich auch nicht, warum so viele von Euch immer wieder von den Schlaufen schreiben.

Wenn man nur die Konen hinstellt und "abnüddelt", läuft das Garn natürlich verschieden von den Konen ab - und es entstehen Schlaufen.

Viele Grüsse
Ingeborg

Ps. Ich habe einen Home-Twister, der manchmal für mich arbeitet.
einen Elektrowickler und 2 Jumbo Wickler. Ausserdem noch einen Wickler mit der Andrückrolle. Die brauche ich bei den verschiedenen Garnen.

Wolle die ich mit dem Elektrowickler gewickelt habe ist oft zu fest gewickelt. Die wickel ich dann noch einmal um mit dem Jumbo Wickler - leider per Hand.
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Beitrag von Michaela » Do Apr 14, 2011 18:51

Ingeborg hat geschrieben:Dabei habe ich es über mehrere Garnspanner...
Meinst du mit Garnspanner so etwas?

Ciao
Michaela

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Beitrag von ingeborg hansen » Do Apr 14, 2011 19:50

Hallo Michaela
Das was Du zeigst, geht sicher auch.

Meine beiden Spanner sind eigentlich Vorrichtungen von industrieellen Strickmaschinen gewesen.

Bild

Ich weiss nicht einmal ob ich es richtig einfädle. Aber Hauptsache es funktioniert. Die Holzplatte wird mit einer Schraubzwinge unter die Tischplatte festgemacht. Wie man sieht, kommt der Faden links von oben .Die erschiedenen Führungen halten den Faden auch straff.
Ich habe vor einien Jahren mal die Dinger hier im Forum gezeigt und es haben auch noch Mitglieder welche gekauft. Den Verkäufer gibt es scheinbar nicht mehr im Ebay.

Viele Grüsse
Ingeborg

Ps. Den Faden habe ich mit wackeliger Hand reingezeichnet :lol:
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