Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Fragen, Probleme oder Tipps zur Handhabung deiner Strickmaschine
Manon
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Manon » So Jul 07, 2019 19:11

Hallo,
ich wollte noch eine kleine Anmerkung zur Modellzeichnung im Streickrechner machen. Vor ein paar Jahren wunderte ich mich, daß die Zeichnung nicht eindeutig zu meinen Eingaben paßte. Daraufhin kontaktierte ich die Sabine Lammers, die mir dann schrieb, daß die Zeichnungen nicht immer ganz korrekt abgebildet werden können, das läge an der Software. Das handelte sich nicht um ein Raglanmodell.
Früher hatte ich mal einen Raglanpulli nach einem kostenlosen Internet-Strickrechner gemacht. Der ist an den Ärmeln auch nicht so geworden, wie geplant. Ich beschloß daraufhin, nie wieder einen Raglan zu stricken und trage das Ding nur zu Hause oder zum Sport. Bei meinem nächsten Pulli wollte ich es mal wieder versuchen, aber nach den Problemen, von denen ich hier lesen muß, lasse ich das lieber. Ich bin nicht so ehrgeizig, was das Stricken anbelangt.
Aber trotzdem toi,toi,toi.
Manon
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Satimi » Mo Jul 08, 2019 23:09

Moin zusammen,
Manon hat geschrieben:
So Jul 07, 2019 19:11
Vor ein paar Jahren wunderte ich mich, daß die Zeichnung nicht eindeutig zu meinen Eingaben paßte. Daraufhin kontaktierte ich die Sabine Lammers, die mir dann schrieb, daß die Zeichnungen nicht immer ganz korrekt abgebildet werden können, das läge an der Software.
also mal ganz ehrlich: Solch eine Aussage von der Entwicklerin dieses Programms ist mehr als unterirdisch. Oder hab ich da was übersehen? Warum ändert die Dame dann nicht ihre Software, damit die Benutzer das zu sehen bekommen, was sie erwarten? Woran soll sich der "mathematisch unbegabte User" denn orientieren, wenn nicht einmal die Modellzeichnung annähernd stimmt? Gibt es bei diesem Proggie überhaupt eine bemaßte Schnittzeichnung, wie sie in Strickanleitungen üblich ist? Aus den hier veröffentlichten Screenshots ist dies nicht ersichtlich.
Nein, ehrlich: In solch ein Programm investiere ich keinen müden Euro. Da bin ich mit meiner Excelmappe besser dran.

@Manon: Warum lässt Du Dich von solch einem "Programm" ins Bockshorn jagen? Du hast auf Deinem Windowscomputer einen Taschenrechner. Drücke einfach mal die Windows-Taste und gib in das Suchfeld den Begriff calc.exe ein. Damit kannst Du auch den Dreisatz rechnen. Und wenn Du es noch einfacher haben möchtest, erstelle Dir selber eine Excelmappe, die Dir sämtliche Rechenarbeit abnimmt. Du brauchst dann nur noch die Maschenprobe einzugeben, und schon hast Du alle Daten für Dein Strickprojekt. Ich helfe Dir und auch allen anderen Interessierten gerne bei der Umsetzung.
LG Sabine

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Die Strickschmiede » Di Jul 09, 2019 07:00

Hallo Sabine,
der Strickrechner versteht sich nicht als Schnittprogramm als solches, sondern erstellt anhand der einzugebenden Maße und Maschenproben eine Anleitung.
Die Zeichnung ist nicht detailliert oder bemaßt, sie dient als grober Anhaltspunkt.
Sabine hätte diesen gerne weiterentwickelt und upgedated, wurde aber sehr krank und verstarb.
So ist der Stand der Software/des letzten Updates bei 2009/2010.
Die Software inkl. Webseite wurde in der Folge verkauft.
Nicht jeder hat Excel (oder weiß es vollumfänglich zu bedienen), so dass der Strickrechner für viele eine große Hilfe ist, auch wenn er manchmal etwas ‚besonders‘ zu bedienen ist.
Jedoch gibt es zu JEDEM Eingabefeld eine Hilfefunktion, sodass man jederzeit nachlesen kann, welche Eingabe von welchem Messpunkt aus erfolgen soll.

Viele Grüße
Kirsten
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von maggi » Do Jul 11, 2019 19:30

Da möchte ich mich anschließen. Es handelt sich um einen StrickRECHNER, nicht um ein DESIGNprogramm. Mir nimmt der Strickrechner das mühselige Ausrechnen der Arm- und Halsausschnitte ab und ich habe bei meinem Grundschnitt - schwups - mit neuer Maschenprobe gleich die neuen Berechnungen. Manche Eingaben sind etwas "tricky", aber mit den Hilfefeldern bin ich immer zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen.

Auch Raglan geht! Ich habe gerade nochmal bei meinem letzten Modell geschaut, es ist tatsächlich so, dass die Abnahmen bei Ärmeln und den Leibteilen unterschiedlich lang sind. Die Differenz verschwindet im Ausschnitt. Daher für Gela: gib "Raglan einfach" ein, dann hast du die gleichen Reihenzahlen bei Ärmeln und Leibteilen in der Raglanlinie. Somit passen die betonten Abnahmen überein und was übrig bleibt, geht in den Ausschnitt.

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Herzliche Grüße aus dem MTK

Margit

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Manon » Sa Jul 13, 2019 12:39

Hallo Sabine,
Du darfst auch nicht den Preis vergessen , das waren 16,--€ und ist damit sicher billiger als ein Excel-Programm, was ich übrigens auch nicht besitze, Der Strickrechner ist nicht perfekt, aber trotzdem eine große Hilfe. Ich habe z.B. sehr schmale, schräge Schultern : die Schulterschräge kann ich einstellen, aber die Schulterbreite nur mit einem Trick, den mir die Sabine dann auf Nachfrage verraten hat: man muß die Einstellung für den oberen Teil des Rückens verändern.
Das muß man natürliuch auch erst mal wissen.
Ich träume auch von einer DesignaKnit, aber ich habe nur mechanische Maschinen und weiß nicht, ob sie sich dann für mich lohnen würde. Das Thema Paßgenauigkeit ist bei mir der Schwachpunkt. Außerdem scheint es mir auch sehr zeitintensiv zu sein.
Gut strick, Manon
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Satimi » Sa Jul 13, 2019 19:49

Moin zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten. Ich versuche mal, dazu Stellung zu nehmen.
Stimmt, 16,-- EUR sind ein unschlagbarer Preis. Aber Excel gibt es auch in einer Version kostenlos. Googelt mal nach Excel Online. Das einzige, was Ihr dafür braucht, ist ein Microsoft-Konto. Oder aber, wenn Ihr lieber alles auf Euren Rechnern haben möchtet, dann könnt Ihr Euch Libre Office kostenlos runterladen. Ich habe sowohl MS Office als auch Libre Office auf dem Rechner. Die beiden Softwares sind nicht hundertprozentig gleich, aber man kann mit beiden eine ganze Menge machen. Deswegen lohnt es schon, sich damit eingehender zu beschäftigen.
Meine Mappe ist zuallererst auch ein Strickrechner. Das Tabellenblatt ist nämlich so aufgebaut wie ein großer Notizblock, auf dem sämtliche Maße vorhanden sind, die man für einen Pullover, Pullunder, Jacke oder Weste braucht. Und dann gibt es dazu noch ein paar hübsche Dreisatzformeln, die mir die Reihen- und die Maschenanzahlen auswerfen. Ich muss nur noch die Maße der gewaschenen Maschenprobe in die entsprechenden Felder eintragen und schwupps, habe ich alles, was ich brauche. Allein mit diesem Tabellenblatt erspare ich mir einen Haufen Tinte, Papier und Rechenarbeit.
Aber es geht noch weiter. Ich habe ein zweites Blatt, wo ich mir aus dem blauen Zusatzanleitungsheft für die KH 910 die Tabellen für Armausschnitte und Halsausschnitte übertragen habe. So brauche ich nur bei der benötigten Anzahl nachschauen, und schon bekomme ich die entsprechenden Abnahmeschemata serviert. Mein Kopf freut sich, denn er braucht nicht rechnen. :biggrin: (Diese beiden Tabellen kann man aber auch auf dem ersten Blatt plazieren und dann mit einer Formel das benötigte Feld aufrufen.)
Diese Mappe lässt sich noch um den Designteil erweitern. Ich habe ein weiteres Blatt mit Rechenkästchen, die in Zehnerblöcke unterteilt sind. Dort kann ich Schnittzeichnungen zentimetergenau anfertigen oder aber ein Strickprojekt maschen- und reihengenau aufzeichnen. Ebenfalls lässt sich ein solches Blatt natürlich für die Erstellung von Strickschriften benutzen. Und last but not least gibt es in Office eine Serienbrieffunktion, die sich wunderbar als Anleitungsschreiber gebrauchen lässt.
Das ganze wird als Vorlagemappe im Format .xltx abgespeichert. Jedes Mal, wenn Ihr ein Projekt neu erstellen wollt, ruft Ihr diese Mappe auf und speichert sie nach getaner Arbeit mit einem beliebigen Projektnamen in einem Ordner Eurer Wahl im Format .xlsx ab. Mehr braucht es nicht. So habt Ihr immer die Möglichkeit, mal nachzuschlagen. Ach ja, Projektbilder lassen sich natürlich auch dort einfügen.
LG Sabine

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von maggi » Sa Jul 13, 2019 22:41

Hallo Sabine, das ist prima, dass du mit deinem Excel Sheet so gut zurecht kommst. Mir geht es so mit dem Strickrechner.
Ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße aus dem MTK

Margit

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von maggi » Mo Jul 15, 2019 19:23

Hallo Sabine,
ich hoffe, du hast mich richtig verstanden. Ich bewundere, wie du das Excel Sheet entwickelt und auf deine Bedürfnisse angepasst hast. Mir fehlt dafür Lust und Zeit, daher nutze ich den Strickrechner, mit dem ich inzwischen prima zurecht komme.
Herzliche Grüße aus dem MTK

Margit

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Satimi » Di Jul 16, 2019 12:20

Moin Margit,
Du brauchst Dir keine Gedanken zu machen. Ich habe Dich genauso verstanden, wie Du es geschrieben hast.
Ich finde es ebenfalls toll, wie Du und die anderen User hier mit dem Strickrechner zurechtkommen. Ich würde nach einiger Einarbeitungszeit ebenfalls mit dieser Software arbeiten können, wenn ich sie denn bräuchte. Nur ist genau das eben nicht der Fall! Ich habe meine Excelmappe und außerdem den Schnittleser KL116 von Brother. Letzterer ist seit 1983 in meinem Besitz (hab ihn zusammen mit meiner KH910 gekauft) und arbeitet seitdem einwandfrei. Ich brauchte bisher nur einmal die Filzstifte austauschen. Okay, das Teil kostet ein wenig mehr als manche Software. Aber der Preis lohnt sich allemal, weil Du unabhängig vom Strom bist, und dieses Teil superleicht zu bedienen ist im Vergleich zu Software. Ich habe unzählige Projekte mit dem KL116 erstellt.
Ich habe jetzt gerade mal geschaut: Bei Onken Strickmaschinen kostet es komplett 150,-- EUR.
Wer Interesse hat, sollte sich mal durch unsere Händlerliste klicken zwecks Preisvergleich.
LG Sabine

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von maggi » Di Jul 16, 2019 21:51

Hallo Sabine,
schön, dass du auch den Schnittleser erwähnst. Ich habe ihn schon lange in Gebrauch und nutze ihn hauptsächlich für Intarsien. Letztes Jahr war er klasse für einen Raglan Schnitt, den ich ums Verplatzen nicht in den Strickrechner bekommen habe.
Bei mir muss es immer schnell gehen und daher will ich mich nicht mit einer Excel Mappe beschäftigen.
Schön, dass wir voneinander profitieren können!
Herzliche Grüße aus dem MTK

Margit

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von strick-gela » Sa Nov 23, 2019 09:47

Ich habe es endlich geschafft, die beiden Hals-Teile fertig zu stellen und diese Woche auch angenäht. Aber seht selbst... ich bin sowas von unzufrieden mit dem gesamten Pullover
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ich könnte Heulen ...
Liebe Grüße
von GELA
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von frieda » Mo Nov 25, 2019 08:26

kleine Manöverkritik:
Für das Halsteil würde ich mit einer höheren Maschenweite anfangen, und dann zum Rand hin die Maschenweite alle paar Reihen einen Punkt runtersetzen. damit würdest Du dem Gewelle wahrscheinlich schon ziemlich entgehen. Vielleicht auch eine oder zwei Rippen weniger anschlagen, und ein kleines bisschen weniger Reihen stricken. Und gerad im vorderen Teil des Pullovers den Kragen mit wenigerZug annähen, damit sich da keine Falte bildet.
Des weiteren denke ich, dass der Halsausschnitt sehr breit ist. Dadurch ziehen sich die Schultern so ein bisschen komisch hoch.

Nicht aufgeben! Aus solchen Fehlern lernt man. Keine von uns hat wohl auf Anhieb perfekte Pullover hinbekommen.

Grüßlis,

frieda
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Kraut2010 » Mo Nov 25, 2019 08:31

Hallo!

Vielleicht weiß ja hier von den sehr versierten Strickmaschinenstrickerinnen einen Rat wie Gela den Pullover noch retten kann. Ich meine sie müsste die Blende nochmals auftrennen und auch das Vorderteil bis zum Ausschnittbeginn, dann den Ausschnitt steiler formen. Bevor sie sich aber an die Arbeit macht wäre es für sie vielleicht hilfreich noch Tipps von erfahrenen Strickerinnen zu bekommen. Sehe gerade Frieda hat schon einen guten Tipp gegeben.
viele liebe Grüße Barbara

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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von Kerstin » Mo Nov 25, 2019 11:03

Na dann versuche ich mal mein Glück.

Ausschnitte werden praktisch immer leicht gedehnt getragen. Damit verringert man schon mal die überflüssige Weite des Kragens. Das Blenden-Teil direkt am rückwärtigen Ausschnitt sollte z.B. auf keinen Fall mehr Maschen enthalten, als der rückwärtige Ausschnitt selbst hatte. Angenommen, man beendet das Rückenteil mit 60 Maschen. Dann wird auch die Blende fürs Rückenteil über 60 Maschen gestrickt, zuzüglich einer Nahtmasche auf jeder Seite, die dazu dient, die Rückenteil-Blende mit den Vorderteil-Blenden zusammenzunähen.

Ich würde alle Blendenteile mit der Außenkante anfangen und praktisch auf die Ausschnittkante zu stricken. Dabei die rückwärtige Blende mit etwas kleinerer MW starten und mit der MW enden, die für die letzte Bündchenreihe unten am Pullover verwendet wurde. Alle M aufs HNB hängen, noch eine R glatt rechts mit Pullover-MW stricken und dann die offenen Maschen bzw. die Kante des Rückenteils mit der Vorderseite zur Maschine dazuhängen. Die beiden äußersten Nahtmaschen der Blende werden dabei nicht belegt. Nun über alle Maschen inklusive der Nahtmaschen große Maschen von Hand bilden und diese dann abketten. Die benötigte Lockerheit einer Blende entsteht nämlich nicht allein durch möglichst viele Maschen, sondern vor allem durch eine möglichst elastische Verbindung zum Leibteil. Zusammen abgekettete Maschen sind elastischer als Angenähtes.

Die eine Reihe mit Pullover-MW ergibt später eine sichtbare Linksreihe dort, wo die Blendenteile an den Leibteilen angebracht werden. Diese Reihe kaschiert etwaige Unsauberkeiten bei den Randmaschen und hilft auch später beim Annähen der seitlichen Blendenteile im unteren V-Bereich. Sie muss dabei nämlich auf der Vorderseite durchgehend sichtbar bleiben.

Bei den Vorderteil-Blenden ist die tatsächliche Länge der Schräge maßgebend. Die misst man am besten, wenn das Vorderteil nach Maß gespannt ist, oder man berechnet sie nach Pythagoras:
Der halbe Ausschnitt (senkrecht geteilt) ist ein rechtwinkliges Dreieck. Die senkrechte Ausschnitttiefe bildet eine Kathete des Dreiecks, die halbe Ausschnittweite die zweite. Somit kann man rechnen:
Ausschnitttiefe ins Quadrat plus halbe Ausschnittbreite ins Quadrat ergibt das Quadrat der Schräge (die ist die Hypothenuse dieses Dreiecks). Aus der Summe der Quadrate zieht man mittels Taschenrechner die Wurzel, dann hat man die exakte Länge der Schräge.

Für dieses Maß würde ich am unteren Bündchen im Tragezustand abmessen bzw. abzählen, wie viele Maschen man leicht gedehnt für die Schrägung braucht. Diese Maschenzahl für jedes Blendenteil anschlagen und wiederum an beiden Seiten jeweils 1 M für die Naht hinzugeben. Dabei darauf achten, dass das Blendenmuster an der Schulter später im zusammengenähten Zustand (also ohne die Nahtmaschen, weil die dann nicht mehr sichtbar sind) das Blendenmuster des Rückenteils korrekt fortsetzt.
An der anderen Seite, also unten beim V des Ausschnitts, braucht man eine zusätzliche Masche, damit sich die seitlichen Blendenkanten später ohne Zug annähen lassen.

Zuerst würde ich die rechte Blende stricken, weil die später zuunterst liegt. Die Schulternahtmasche liegt dafür an der rechten Kante, von da aus teilt man auch das Blendenmuster ein. Ich würde von Anfang bis Ende mit der MW des unteren Bündchens arbeiten. Nach den benötigten Bündchenreihen wiederum alle M aufs HNB, eine R glatt rechts mit Pullover-MW, dann die rechte V-Kante mit der Außenseite zur Maschine gleichmäßig verteilt dazuhängen (beidseitig die Nahtmaschen wieder frei lassen), von Hand lange Maschen über alle Nadeln bilden und abketten.
Dieses gleichmäßige Verteilen auf die Nadeln in Arbeit geht an der Maschine wesentlich einfacher, als wenn man eine Blende von Hand annäht. Man braucht dabei auch nichts zu stecken oder zu heften.

Das linke Blendenteil wird genauso gestrickt und angebracht wie das rechte, nur das die Schulternahtmasche auf der anderen Seite ist, also an der linken Kante, und von da aus wird auch das Blendenmuster eingeteilt, damit es später "nahtlos" ans das Blendenmuster des Rückenteils anschließt.
Die Nahtmaschen werden nicht mit einem Pulloverteil belegt, aber sie müssen natürlich mit ihren Kollegen abgekettet werden. Sie bilden dann eine hübsche, saubere Nahtzugabe, die sich im Matratzenstich sehr bequem schließen lässt.

Wenn die Blendenteile an den Schrägen angebracht sind, sollte man erst einmal die Nähte der Blenden schließen. Dann prüft man noch einmal ganz genau, am besten in getragenem Zustand, wie und wo sich die vorderen Blenden überlappen. Das sollte man sorgfältig markieren. Dann näht man ohne Zug mit möglichst unsichtbaren Stichen die Seitenkanten an, indem man bei der Blende immer zwischen Nahtmasche und erste richtige Rippenmasche und an der V-Kante oberhalb der erkennbaren Linksreihe einsticht. Die Nahtmasche verschwindet dabei unter die Blende; die Linksreihe muss sichtbar bleiben.

Ich hoffe, das hilft ein wenig. Im Prinzip entspricht diese Vorgehensweise dem Ausschnitt Nr. 13 aus dem Kragenbuch, nur dass in Teilen gestrickt wird und man auf ein fortlaufendes Blendenmuster achten muss.

Gela, beim nächsten Mal strickst du den Ausschnitt am besten erheblich schmaler und die V-Kanten steiler, d.h. mit weniger Abnahmen in größeren Abständen. Dafür darf die Raglan-Kante flacher gestrickt werden, die scheint mir zu steil geraten.

Vielleicht hast du die Möglichkeit, den Pullover mit einem gut sitzenden vorhandenen zu vergleichen. Dann erkennst du eher, wo sich etwas zieht oder ob die Ärmel im richtigen Winkel angebracht sind.

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Re: Herrenpullover Gr 56 aus Drops-Fabel

Beitrag von maggi » Mi Nov 27, 2019 21:30

Liebe Gela, also zum Heulen finde ich den Pullover nicht. Immerhin hast du durchgehalten und ihn fertig gestellt. Prima! Allerdings finde ich auch, dass der Kragen zu groß geraten ist und eine wellige Abschlußkante hat. Ich würde den Kragen aufziehen und ihn von außen nach innen stricken. Oft sind die Anschlagkanten gleichmäßiger als die Abkettkanten, zumindest bei mir. Außerdem würde ich von außen nach innen die Maschenweite verringern und dann die Ausschnittkante zum Kragen dazuhängen und gemeinsam abketten. Oder mit der Hand anstricken? Das habe ich auch schon gemacht, weil ich wiederum mit der Hand sehr gleichmäßig abketten kann. Der Rest des Pullis ist doch sehr ansehnlich geworden!
Herzliche Grüße aus dem MTK

Margit

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