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Sonntag, 06. Dezember 2015

Endlich schaffe ich es Fotos von meinem fertigen Winkeltuch Donna Rocco zu zeigen, das schon seit dem 27. November abgekettet ist.

Winkeltuch Donna Rocco

Samstag, 05. Dezember 2015

Wenn irgend möglich, backe ich an fast jedem Wochenende. Diesmal wollte ich Bio-Orangen verwerten. Der Apfelsinenkuchen aus meinem Dr.-Oetker-Backbuch von 1982 war mir etwas zu schlicht, deshalb suchte ich nach einem möglichst einfachen Rezept für eine Biskuitrolle mit Orangenfüllung.

Samstag, 28. November 2015

Vorgestern wies mich eine Kollegin, die weiß, dass ich gern koche und backe, auf diesen Blogeintrag hin. Da ich sowieso noch auf der Suche nach einem Kuchen war, der sich für den ersten Advent eignet, und weil im Prinzip alle Zutaten vorhanden waren, kam er gleich in die engere Wahl. Ich erlaubte mir jedoch ein paar kleinere Anpassungen:
  • Fee schreibt in ihrem Blog, dass ihre Kuchenform ein wenig zu voll war. Ich reduzierte also vorsichtshalber die Gesamtmenge auf drei Viertel. Das passte dann auch wunderbar in meine (gläserne) Gugelhupf-Form.
  • Fee mag keine Walnüsse und nimmt Mandeln. Die, für die ich backe (ich selbst eingeschlossen), lieben Walnüsse, folglich mussten welche in den Teig.
  • Fee mag gern viel Zimt. Ich mag Zimt auch, aber ich finde, er sollte nicht alles dominieren. Deshalb kam in meinen Kuchen nur ein Teelöffel davon, dafür aber ein halber Teelöffel gemahlener Kardamom, den mag ich nämlich besonders gern.

Das ist das Schöne an Rezepten, man kann sie beliebig an die eigenen Vorlieben anpassen.

Möhren-Gewürzkuchen

Hier also meine mengenmäßig reduzierte Rezeptversion; mangels entsprechender Küchenmaschine rühre ich übrigens auch immer von Hand:

100 g Butter
140 g Zucker
3 Eier
1 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
1/2 TL gemahlener Kardamom
180 g fein geraspelte Möhren
50 g grob gehackte Walnüsse
150 g Mehl
2 TL Backpulver
etwas Puderzucker zum “Beschneien”

Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier einzeln unterrühren. Gewürze hinzufügen. Möhren ebenfalls zugeben und gut verrühren. Zum Schluss die Walnüsse zusammen mit dem Mehl und dem Backpulver unterziehen. In eine gefettete und bemehlte Gugelhupf-Form geben und bei 160°C (Umluft) 45 Minuten backen. In der Form 10 Minuten abkühlen lassen, dann stürzen. Wenn der Kuchen nämlich noch zu heiß ist, bleibt er gern in der Form hängen. Und wenn er schon zu kalt ist, bleibt er, da das Fett dann erstarrt ist, ebenfalls gern kleben.
Nach dem Erkalten nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.

Sonntag, 22. November 2015

Bei selbstmusternder Sockenwolle kann man bekanntlich einfach drauflos stricken und erzielt auch mit simplem Glatt-rechts-Gestrick hübsch (oder weniger hübsch) gemusterte Socken.

Wenn man dabei ein Paar mit möglichst identischer Musterung produzieren will, ist es mit dem Drauflos-Stricken allerdings nicht getan. Es reicht oft auch nicht, für den Anfang der zweiten Socke einen Abschnitt zu suchen, der dieselbe Farbe hat wie der Anfang der ersten. Um sicher zu gehen, dass die Socken möglichst gleich werden, verfahre ich deshalb folgendermaßen:

Dienstag, 17. November 2015

Ich mag Schals. Zum einen finde ich schöne Schals und Tücher in jeglicher Form einfach dekorativ; zum anderen bin ich in der Halsgegend recht empfindlich und bekomme schnell Halsschmerzen, wenn ich bei weniger als +10 Grad ohne Halsschutz draußen unterwegs bin. Wichtig ist mir vor allem, dass so ein Tuch oder Schal am Hals relativ eng anliegt. Und als ich den Winter Bliss Cowl kürzlich auf Ravelry sah, war ich sofort angetan von dem einfachen, aber pfiffigen Design und kaufte mir die Anleitung.

Zunächst wollte ich ein Probeexemplar stricken, hatte aber kein passendes dickes Garn zur Hand. Während ich in meinen Vorräten kramte, fiel mein Blick auf die Tüte mit den Sockenwollresten. Wenn man die miteinander kombinieren könnte...

Freitag, 13. November 2015

Heute fragte eine Repräsentantin des Verlags Gruner & Jahr bzw. der Zeitschrift “Brigitte” bei mir an, ob ich Interesse hätte, auf die Aktion “Ein Schal fürs Leben” aufmerksam zu machen. Ja, habe ich.

Details zu dieser Aktion findet Ihr unter http://www.savethechildren.de/schal-fuers-leben
Um Spenden für syrische Kinder zu sammeln wurde der “Schal fürs Leben” aus Lana-Grossa-Wolle entworfen. Wahlweise konnte bzw. kann man fertige Schals (mittlerweile ausverkauft) oder Wollpakete zum Selberstricken erwerben. Die Wollpakete sind nach wie vor erhältlich. Wer sich also diesen Schal selbst stricken möchte, kann ein Materialpaket inklusive Nadeln und Anleitung für 45 Euro in einem Lana-Grossa-Fachgeschäft kaufen. Jeweils 10 Euro von diesem Betrag gehen als Spende an die Aktion “Save the Children”.

Ich finde diese Aktion gut und möchte sie unterstützen. Leider gefällt mir aber der Schal überhaupt nicht. Die Farben finde ich schrecklich, und ich möchte sie auch niemandem aus meinem Umfeld zumuten. Zudem wäre mir das Endprodukt viel zu dick und sperrig. Deshalb werde ich mich darauf beschränken, einen angemessenen Betrag direkt zu spenden.

Wer einen anderen Geschmack hat als ich, soll sich bitte von meiner Ansicht nicht abhalten lassen, sondern das Garnpaket kaufen, den Schal stricken und ihn dann selbst tragen oder an einen lieben Menschen verschenken.

Samstag, 24. Oktober 2015

Manche männlichen Kollegen sind extrem schweigsam, und wenn man mit ihnen ohnehin nicht so oft zu tun hat, kann es schwierig sein, an gewisse relativ wichtige Informationen zu kommen. So weiß ich immer noch nicht, ob das Kind, das die Freundin eines Kollegen Anfang kommenden Jahres erwartet, nun ein Junge oder ein Mädchen sein wird.

Was macht man in so einem Fall? Genau: Man strickt Knopflöcher in beide Vorderteile einer Jacke und hofft, dass die werdenden Eltern die gesondert mitgelieferten Knöpfe auf der richtigen Seite annähen.

Ulina Nr. 13

Hier also Ulina Nr. 13, gestrickt aus etwa 90 g Wollmeise Pure in “Verzaubert” WD, 40 g Stahlsche Wolle Skyline in Rot und 30 g Wollerey Meline in Hellgrün. Die Farben wie auch die Knöpfe (die fürs Foto nur aufgelegt sind) eignen sich meiner Ansicht nach für Jungen und Mädchen gleichermaßen.

Mittwoch, 30. September 2015

Als Berufstätige bin ich es gewohnt, Probleme mit Paketdiensten jeglicher Couleur (weiß, gelb, rot, blau, braun, ...) zu haben. Mitunter lasse ich an alternative Adressen schicken, um Schwierigkeiten zu vermeiden, aber manchmal will man etwas schnell und direkt nach Hause bekommen. Glücklicherweise habe ich freundliche und hilfsbereite Nachbarn, die Sendungen für mich annehmen, sofern sie zuhause sind. Natürlich ist das auch nicht immer der Fall.

Heute erwartete ich eine Sendung von Amazon. Der DHL-Paketbote kommt bei uns üblicherweise schon relativ früh; folglich schaute ich am späten Vormittag neugierig in die Sendungsverfolgung, bei wem meine Sendung wohl gelandet ist. Und ich staunte nicht schlecht:

Zustellbestätigung

Samstag, 12. September 2015

Während der Zwetschgenzeit, also praktisch von September bis November, hätte ich persönlich kein Problem damit, jede Woche Zwetschgendatschi mit Hefeboden zu backen und zu essen. Wenn allerdings manche Familienmitglieder bereits nach der dritten Woche deutliche Anzeichen von Missbilligung erkennen lassen, tut man gut daran, etwas Abwechslung ins Kuchenprogramm zu bringen. Die Basis-Zutaten kann man ja beibehalten. Diese Woche gibt's also Strudel.

Für den Teig:
150 g Weizenmehl, 405er
50 ml Wasser, bei Bedarf etwas mehr
2 Esslöffel Butter
Mehl zum Ausrollen
Für die Füllung:
zerlassene Butter
35-40 g Haselnüsse, wahlweise gehackt oder gemahlen
1/4 Teelöffel gemahlenen Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
500 g entsteinte Zwetschgen, die Hälften je nach Größe geviertelt oder gesechstelt
Zum Bestreichen:
2 Esslöffel saure Sahne oder Schmand
zerlassene Butter
1 Esslöffel Puderzucker

Zubereitung:
Weizenmehl in eine Schüssel geben, Wasser erwärmen, Butter darin zerlassen und beides mit dem Mehl zu einem elastischen Teig verkneten.
Je nach Trockenheit des Teigs noch tropfenweise soviel Wasser einkneten, bis er die richtige Konsistenz hat, beim Kneten soll er elastisch sein und gut zusammenhalten.
In eine Plastikfolie einwickeln und 30-60 Minuten ruhen lassen. Bitte nicht versuchen, den Teig sofort weiterzuverarbeiten; das Mehl muss erst quellen.
Inzwischen die Haselnüsse hacken oder mahlen und mit den Gewürzen mischen, die Zwetschgen entsteinen und klein schneiden.

Zutaten, bereit gestellt

Ein Geschirrtuch (bitte kein Mikrofasertuch oder ähnlich neumodischen Kram verwenden, sondern solides Leinen oder Halbleinen!) auf der Arbeitsfläche ausbreiten und bemehlen. Den Teig in zwei Hälften teilen und diese einzeln mit viel Druck auf mindestens 30x40 cm, so dünn wie möglich, ausrollen. Man muß das Muster des Geschirrtuchs darunter erkennen können. Die Teigplatte dünn mit zerlassener Butter bestreichen und mit der Hälfte der Nuß-Gewürz-Mischung bestreuen, dabei die Ränder freilassen. Mit der Hälfte der Zwetschgen belegen, mehr zum Anfang der Teigplatte hin aufhäufen, zum Ende hin mehr freilassen. Teigplatte mit Hilfe des Geschirrtuchs aufrollen, dabei die Seiten einschlagen. In eine viereckige gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form legen. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren. Beide Strudel mit saurer Sahne oder Schmand bestreichen.
Wenn alles gut geklappt hat, sollte das Ergebnis ungefähr so aussehen:

Strudel fertig zum Backen

Die Form in den kalten Backofen schieben. Ofen auf 175 Grad Umluft stellen und etwa 40-45 Minuten backen, dabei die Temperatur auf 150 Grad reduzieren, falls die Strudel zu braun werden. Nach dem Backen sofort dünn mit flüssiger Butter bepinseln und mit Puderzucker überstäuben. Möglichst warm genießen.

Zwetschgenstrudel, fertig

Ich weiß, dass manche Leute Angst vor dem Ausrollen und Füllen eines Strudelteigs haben. Mir ging es früher nicht anders. Dieses Rezept ist einfacher in der Handhabung, weil man nicht eine große, sondern zwei kleinere Teigportionen verarbeitet. Ein weiterer Vorteil: Wenn vier Personen sich diese Menge teilen, gibt es keinen Streit um die Mittelstücke, weil jeder einfach einen halben kleinen Strudel bekommt.

Sonntag, 06. September 2015

Nach wie vor habe ich das Modell Shleeves in Arbeit. Gestern abend kettete ich die Spitzenbordüre ab. Dafür brauchte ich drei Anläufe.

Meinen ersten Versuch startete ich mit der herkömmlichen Methode: Eine Masche abstricken und die vorherige Masche überziehen. Das ergab trotz dickerer Nadel eine zwar saubere, aber zu feste Abkettkante. Die Bordüre soll später zu einem Zackenrand gespannt werden, dafür braucht man mehr Elastizität. Ich merkte nach wenigen Maschen, dass es so nicht funktionieren würde, stoppte umgehend und löste die Abkettkante behutsam wieder auf bis zum Reihenanfang.

Für meinen zweiten Versuch zog ich Fachliteratur zu Rate, nämlich Leslie Ann Bestors Buch “Cast On, Bind Off”, das auf Deutsch übrigens unter dem Namen “Anschlagen und Abketten” erhältlich ist. Darin sind 21 verschiedene Abkettmethoden beschrieben. Ich wählte die Variante “Lace” von Seite 168, bei der man jeweils zwei Maschen verschränkt zusammenstrickt. Nach knapp zwei Dutzend Maschen war aber erkennbar, dass auch diese Kante zu fest wurde. Also wieder aufziehen, was bei dieser Stricktechnik zum Glück nicht besonders schwierig ist.

Auf der folgenden Seite im Buch fand ich dann eine Abkettart, die sich für meinen Zweck besser eignete: “Elastic Bind Off”. Auch hier werden zwei Maschen verschränkt zusammengestrickt, jedoch wird die linke von beiden zuvor noch normal abgestrickt. Das ergibt eine ausreichend elastische, aber nicht zu labberige Kante, die sich gut spannen lässt. Hier ist die rückwärtige Mitte provisorisch aufgenadelt:

Shleeves, Teil der Lochmusterkante

Natürlich ist das Gestrick hier nicht vollständig gespannt; die Maschen sind noch unregelmäßig. Aber man kann schon ungefähr erkennen, wie es einmal aussehen wird. Als nächstes sind nun die Ärmel an der Reihe; sie werden aus den offenen Maschen der Armlöcher herausgestrickt.

Was habe ich gelernt? Die erstbeste oder üblichste Methode ist nicht unbedingt die sinnvollste sein. Es lohnt sich, genau hinzuschauen und sofort aufzuhören, wenn man feststellt, dass etwas nicht wie gewünscht funktioniert. Und es ist gut, wenn einem verschiedene Methoden zur Verfügung stehen. Ich hätte mich sehr geärgert, wenn ich die komplette Kante über mehr als 400 Maschen zu eng abgekettet hätte. Glücklicherweise merkte ich zweimal rechtzeitig, dass meine Methoden nicht optimal waren, und konnte es letztlich besser machen.
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